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Das Friedensrichteramt

Seit 1803 gibt es im Kanton Zürich das Amt des Friedensrichters. «Zuerst schlichten, dann richten», heisst die Devise.

Grundsatz

Durch dieses Sühneverfahren werden die ordentlichen Gerichte massiv entlastet, enden doch rund die Hälfte aller Verfahren durch Vergleich, Rückzug oder Anerkennung. Damit ist das Friedensrichteramt eine Dienstleistung an die Bevölkerung: Es ermöglicht, Geld, Zeit und Nerven zu sparen.

Persönliches

Als Juristin mit Abschluss lic.iur. besitze ich die nötigen juristischen Kenntnisse für das Amt einer Friedensrichterin. Im zweieinhalb Jahre dauernden Lehrgang Mediation in Wirtschaft, Arbeitswelt und öffentlichem Bereich der Universität St. Gallen habe ich meine Kenntnisse in Kommunikation und Moderation vertiefen können und verfüge über Wissen und Erfahrungen im mediativen Handeln und in Mediation.

Durch die Reduktion früherer Tätigkeiten einerseits, andererseits durch den Ausbau meines Büros dok-undmehr in Wetzikon durch die Aufstockung der Pensen meiner Mitarbeiterinnen verfüge ich über die nötigen zeitlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen, dieses verantwortungsvolle Amt zu übernehmen.

Stellung und Organisation

Der Friedensrichter oder die Friedensrichterin ist ein Mitglied der Gerichtsbehörde auf Gemeindeebene.
Gleichzeitig ist sie ordentliche Ersatzrichterin am jeweiligen Bezirksgericht. Jede politische Gemeinde hat einen oder mehrere Friedensrichter. Wetzikon und Aathal-Seegräben teilen sich ein Friedensrichteramt. Gesetzliche Grundlagen für diese Schlichtungsstelle finden sich im Kantonalzürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz und in der Zivilprozessordnung.

Zuständigkeiten

Die Friedensrichterin entscheidet als Richterin endgültig über zivilrechtliche Streitigkeiten bei einem Streitwert bis 500 Franken. Liegt der Streitwert höher, so führt sie als erste Instanz die obligatorischen Sühneverfahren und leitet die Verhandlungen bei:

Forderungsklagen
Arbeitsrechtlichen Klagen
Klagen aus Verkehrsunfällen
Strittigen Scheidungs- und Trennungsklagen (nicht bei einvernehmlichen Scheidungen)
Erbrechtlichen Klagen
Nachbarschaftskonflikten
Pfandrechten, z.B. Bauhandwerkerpfandrechten
Klagen im Zusammenhang mit Schuldbetreibung und Konkurs
Ehrverletzungsklagen

Für Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermieter ist nicht die Friedensrichterin, sondern die Schlichtungsbehörde am Bezirksgericht zuständig.